Zuerst scheint sich die Mole zu bewegen, aber nach einiger Zeit festigt sich der Untergrund wieder. Wir passieren ein festgemachtes Containerschiff und einen löschenden Öltanker. Am Hafeneingang liegt sehr mächtig ein altes Fort, das auch noch heute von der portugiesischen Marine genutzt wird. Dort gibt es zwei Möglichkeiten, in die Stadt zu gelangen. Nils entscheidet sich für die kürzere, und wir warten dann etwa zehn Minuten auf ihn. Nachdem wir Geld gewechselt haben suchen wir uns ein nettes Straßencafé und genießen nach zwei Wochen Sitzplätze, die nicht schaukeln, und richtigen Kaffee. Alles erscheint preiswert. In den Geschäften ist keine ,,Bild``-Zeitung zu bekommen. Also gibt es hier wohl auch nicht zu viele Touristen.
| Die Abkürzung |
Nach einer ersten Erfrischung machen wir uns auf, die vorbereiteten Postkarten zu versenden. Punto Delgada ist ziemlich verwinkelt, die Bürgersteige in den engen Straßen und Gassen bieten meist nur für eine Person Platz. Manchmal ist es wie Spießrutenlaufen zwischen den Autos. In der Innenstadt gibt es jedoch einige für den Verkehr gesperrte Straßen. Die Stadt ist bald erkundet, und wir machen einen Bummel am Hafen entlang. Ein modernes Einkaufs- und Tourismuszentrum ist hier der zentrale Punkt. Die Architektur ist modern und paßt nicht unbedingt zum malerischen Bild der übrigen Stadt. Das Bild der an der Außenmole des Hafens festgemachten Großsegler ist dominierend. Schon jetzt bilden sie eine kleine Sehenswürdigkeit.
Der Abend naht, und es wird Zeit, sich nach etwas Eßbarem umzusehen. Wir landen in einem kleinen Restaurant in der Altstadt. Nils haben wir inzwischen aus den Augen verloren. Mit Unterstützung einer sehr freundlichen Bedienung arbeiten wir uns durch die Speisekarte. Das bestellte ,,Supersteak`` entpuppt sich als Riesenportion. Mit Unterstützung einer Flasche Rotwein ist es gerade noch zu bewältigen. Bald finden sich noch andere Besatzungsmitglieder und auch der Kapitän in unserem Restaurant ein. Es entwickelt sich ein fröhliches und ausgelassenes Zusammensein, das erst mit der Sperrstunde endet. In guter Stimmung machen wir uns auf zu unseren Hängematten. Unterwegs beschließen wir, am nächsten Tag ein Auto zu mieten und eine Inselrundfahrt zu unternehmen.